Internationales

Kommentar zum Türkei-Referendum

Die Kinder der "Ja"-Sager

Der Politologe und Islamkritiker, Hamed Abdel-Samad, warnt vor einer Beschönigung der Ergebnisse beim türkischen Referendum. Zugleich kritisiert er eine Politik, die Muslime als Kollektiv betrachtet. Ein Kommentar. 

In griechischen Flüchtlingslagern: Wo die Zeit zum Feind wird

"Das hier ist kein Leben"

Der Schrei einer Frau zerreißt die träge Sonntagsstimmung im Militärcamp Softex. Eine Tür knallt, aufgeregte Stimmen. Ahmad runzelt die Stirn und steht auf. "Ich gehe nachschauen, was los ist." Kurze Zeit später verstummen die Schreie. Ahmad kommt zurück. "Alles in Ordnung", sagt er und winkt lächelnd ab. "Das war eine Mutter, die dachte, ihr Kind sei entführt worden. Dabei war es nur um die Ecke zum Spielen verschwunden."

Facebook-Erinnerungsseite

Pakistan: Ultrareligiöse Selbstjustiz wegen angeblicher Blasphemie

Selbsterklärter "Humanist" zu Tode geprügelt

In Pakistan haben Studenten einen Kommilitonen ermordet, weil er sich auf seinem Facebook-Kanal den Beinamen "The Humanist" gegeben hatte. Dies berichten zahlreiche Medien. Über zwanzig Männer seien mit Stöcken über ihn hergefallen, bevor er von einem Schuss getroffen wurde. Ob das 23-jährige Opfer tatsächlich eine humanistische oder atheistische Einstellung hatte, ist demnach unklar. In Pakistans Parlament wurde nach dem Vorfall die Forderung gestellt, Menschen, die andere fälschlicherweise der Blasphemie beschuldigen, genauso behandelt werden sollten wie Blasphemiker selbst. Auf Gotteslästerung droht in Pakistan die Todesstrafe.

Proteste in Warschau

Notizen aus Polen

Die "Smoleńsk-Religion"

Am 10. April vor sieben Jahren stürzte ein polnisches Regierungsflugzeug mit dem Präsidenten Lech Kaczynski und 95 weiteren prominenten Politikern, Generälen, hohen Beamten, Bischöfen und Besatzungsmitgliedern an Bord in der Nähe des russischen Smoleńsk in den Tod. Seit damals veranstaltet Jarosław Kaczyński, der Zwillingsbruder des verunglücken Präsidenten, am 10. jeden Monats eine Gedenkfeier.

Irland

Ergebnisse des irischen Zensus 2016

Irland verliert den Glauben

Jeder zehnte Ire betrachtet sich inzwischen als religionslos. Das zeigen die jüngst veröffentlichten Ergebnisse des irischen Zensus von 2016. Vor allem der Anteil der katholischen Bevölkerung sank – um 14% innerhalb der letzten 25 Jahre.

Slums in Manila

Atheisten auf den Philippinen

Wie ein kleines gallisches Dorf gegen Rom

Auf den Philippinen regt sich mittlerweile auch Widerstand gegen die katholische Dominanz. Über die im Dezember 2013 gegründete "Internationale Humanistische Allianz der Philippinen" (HAPI) versuchen als "atheistische Missionare" bezeichnete Filipinos humanistische Ideale in der Bevölkerung zu verbreiten. Das gleicht allerdings einer Mammutaufgabe, da weit über 90 % der Bevölkerung katholisch sind und der Anteil sich selbst als Atheisten bezeichnender Filipinos bei 0,1 Prozent liegt.

Gymnasium Dachsberg

Kircheneigene Klasnic Kommission hatte nur Almosen für Opfer übrig

Missbrauchsopfer klagt auf Schadenersatz

Ein neuer Fall von sexuellem Missbrauch bringt die katholische Kirche in Bedrängnis: Der ehemalige Schüler besuchte in den 70er Jahren das Dachsberger "Gymnasium der Oblaten des hl. Franz von Sales". In den Jahren 1976 bis 1978 sei er Opfer regelmäßiger körperlicher und sexueller Gewalt zweier Pädagogen der Schule geworden. Im Alter zwischen 9 und 12 Jahren habe er regelmäßige orale Vergewaltigungen und andere sexuelle Übergriffe sowie Schläge durch Pater Josef P. und Pater Josef B. über sich ergehen lassen müssen. Beide waren als Lehrer und Erzieher an der Schule tätig, letzterer sogar als Rektor. Sie seien äußerst brutal vorgegangen und hätten einander bezüglich der Vorwürfe gedeckt.

Bart

Kein Gesichtsschleier, keine ungewöhnlichen Bärte

China verabschiedet "Anti-Islam-Gesetz"

Laut der staatlichen chinesischen Zeitung China Daily wurde in dem autonomen Gebiet Xinjiang "Chinas erste Anti-Extremismus-Gesetzgebung" verabschiedet. In der westlichen Presse wird das Gesetz "Anti-Islam-Gesetz" genannt, da es sich vor allem gegen die muslimischen Einwohner der Region richtet, die dort rund die Hälfte der Bevölkerung stellen.