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Ausfall der Webseite und gute Nachrichten

Die Mitglieder der HPD-Redaktion: Evelin Frerk, Florian Chefai, Frank Nicolai, Elke Schäfer (v.l.n.r.), Helmut Debeliius (im Hintergrund)
Die Mitglieder der HPD-Redaktion: Evelin Frerk, Florian Chefai, Frank Nicolai, Elke Schäfer (v.l.n.r.), im Hintergrund der Präsident des HPD e.V.,Helmut Debelius
Vor dem neuen Redaktionsbüro: Helmut Debelius, Elke Schäfer, Frank Nicolai, Florian Chefai (v.l.n.r.)
Vor dem neuen Redaktionsbüro: Helmut Debelius, Elke Schäfer, Frank Nicolai, Florian Chefai (v.l.n.r.)

BERLIN. (hpd) Seit dem vergangenen Freitag fiel die Webseite des Humanistischen Pressedienstes immer wieder aus oder wurde von uns abgeschaltet. Dafür bitten wir um Verständnis. Grund dafür waren massive Angriffe auf die Webseite des Humanistischen Pressedienstes. Aber es gibt auch gute Nachrichten.

Am Morgen des vergangenen Freitags war der Humanistische Pressedienst ab 09:20 Uhr nicht mehr erreichbar. Zwischendurch wurde gar nur eine Seite angezeigt, die mitteilte, dass es diese Webadresse nicht gibt. Seit Sonntag Nachmittag wies eine Webseite darauf hin, dass es technische Probleme gibt.

Diese Probleme wurden durch massive DDoS-Attacken über sogenanntes DNS Cache Poisoning ausgelöst, bei dem die Zuordnung zwischen einem Domainnamen und der zugehörigen IP-Adresse gefälscht wird. Diesen Angriff hatten wir am Sonntag bereits erfolgreich abgewehrt, als ein neuer DDoS-Angriff über eine andere Angriffsmethode erfolgte. Am Sonntag und am Montag haben wir an Abwehrmaßnahmen gearbeitet, die uns hoffentlich in der Zukunft besser schützen.

Ganz gefeit gegen solche massiven Angriffe wird der hpd nie sein können, aber wir gehen davon aus, die Folgen eines solchen Angriffs besser abfangen zu können.

DDoS Angriffe auf dem hpd gab immer wieder in den letzten Jahren. Angriffe in der Stärke, wie die, der der hpd in den vergangenen Tagen ausgesetzt war, sind aber neu. Da DDoS Angriffe indirekt Angriffe über Systeme ahnungsloser Dritter sind, ist der eigentliche Verursacher schwer zu ermitteln. Zumal wie beim DNS Cache Poisoning-Angriff vom Freitag die Zugriffe auf unseren Server aus China kamen.

Angriffe solcher Größenordnung werden üblicherweise über einschlägige DDoS-Dienstleister eingekauft. Natürlich können solche Angriffe auch durch interessierte staatliche Stellen initiiert werden.

Egal wer dahinter steckt, Zufall sind sie sicher nicht. Wir können nur Vermutungen darüber anstellen, aus welcher Richtung die Angriffe kamen bzw. wer diese finanzierte. Jedoch kann man das auch positiv sehen: So ärgerlich der Ausfall für Leser und Redaktion auch war; sie sind auch eine Bestätigung dafür, dass unser Anliegen wahrgenommen wird. Denn nur wer sich von uns kräftig auf die Füße getreten fühlt, finanziert solche Attacken.

Der hpd hat ein neues Büro

Der Freitag bot jedoch neben dem Ausfall der Webseite auch eine sehr positive Neuigkeit: Die Redaktion hat ein neues Büro in Berlin. Ein Sponsor hat die Geschäftsräume gekauft und stellt sie dem Trägerverein hpd e.V. und der Redaktion mietfrei zur Verfügung.

Die neuen Räume bieten Platz für Konferenzen, Interviews und das lang ersehnte Archiv. Sobald die Möbel komplett sind und das Telefon freigeschaltet, wird die Redaktion in das Zentrum Berlins umziehen und von dort berichten.

Die Redaktion dankt dem Spender und freut sich auf die neuen Möglichkeiten, die sich mit den eigenen Räumen ergeben.

Kommentare (13)

Doris Köhler (nicht überprüft)

Di. 10 Mär 2015 - 10:11

Herzlichen Glückwunsch zu den neuen Räumen, zur Gewinnung des Sponsors und viel Erfolg für die weitere Arbeit!

Ich habe mir schon so etwas gedacht, als ich die letzten zwei Tage die Störungsmeldung auf der Seite vorgefunden habe.
Gut, dass ihr es geschafft habt und Glückwunsch zu so einem tollen Spender!
Viel Spaß und Erfolg in den neuen Räumen!

Norbert Reimann (nicht überprüft)

Di. 10 Mär 2015 - 12:49

Ein "Hoch" auf den Spender-Sponsor. Ein Sponsor tut gutes und redet drüber, ein Spender kann sich alleine oder mit anderen darüber freuen. Ich freue mich auch ;-)

Quentini (nicht überprüft)

Di. 10 Mär 2015 - 13:06

Viel Feind - viel Ehr! In diesem Sinne: Weiter so...

Olaf Sander (nicht überprüft)

Di. 10 Mär 2015 - 15:48

Vielen Dank dem Spender! Und vielen Dank an die Redaktion. Was die Attacke auf die Website betrifft, da bekommt die Aussage "auf dem HPD herumhacken" eine völlig neue Bedeutung. ;o) Aber ja, ich empfinde das auch ein bisschen als Bestätigung dafür, dass die Botschaften wahr genommen werden - und weh tun. Also weitermachen! ;o)

Bernd Kammermeier (nicht überprüft)

Di. 10 Mär 2015 - 18:30

Endlich! Die hpd-lose Zeit ist vorbei. Ich wusste gar nicht, das die Abwesenheit aufklärerischer Vernunft solche Entzugserscheinungen produziert! So musste ich am Sonntag das Gebimmel der nahen Kirche ganz ohne Gegenstimme ertragen.

Und das mit dem neuen Büro: Klasse!

Matthias Stich (nicht überprüft)

Di. 10 Mär 2015 - 19:23

Super, dass es den HPD gibt. Gehört für Humanisten, Religionskritiker, Skeptiker etc. zur täglichen Pflichtlektüre. Viel Erfolg, Ausdauer, Nervenstärke, Geduld, Hartnäckigkeit, Durchsetzungsvermögen etc. im neuen Büro in Berlin.

Uwe Lehnert (nicht überprüft)

Di. 10 Mär 2015 - 19:24

Der Humanistische Pressedienst stellt eine unverzichtbare, eine notwendig ergänzende Informations- und Nachrichtenquelle dar. Ca. 37 Prozent der deutschen Bevölkerung – rund 30 Millionen Bürger! – betrachten sich als konfessionsfrei. In den großen Städten, in denen sich die Bildungs- und Forschungsstätten konzentrieren, sind es meist über 50 Prozent, in Berlin sogar Zweidrittel der Menschen, die sich keiner Religion mehr zugehörig fühlen. Rundfunk, Fernsehen und die Tageszeitungen berichten nie über diese große Gruppe der Bevölkerung. Auch die Politik kümmert sich grundsätzlich nur um die drei großen Religionen. Politik und Medien missachten geradezu vorsätzlich ihren demokratischen Auftrag, sich für alle relevanten Teile der Bevölkerung einzusetzen. Wenn sie sich für den religiös orientierten Teil der Bevölkerung so massiv einsetzen, wie sie es derzeit tun, wäre es ihre demokratische Pflicht, sich auch für den weltanschaulich anders denkenden Teil der Menschen zu interessieren. Sie tun es vorsätzlich nicht! Allein der Humanistische Pressedienst berichtet über das Leben und Denken der Konfessionsfreien, Humanisten und Atheisten und über die Aktivitäten zum Beispiel der Giordano-Bruno-Stiftung oder zum Beispiel des Humanistischen Verbands Deutschland. Die religionshörige Politik und die religionshörigen Medien betrachten sich eben nicht als zuständig für Menschen, die nicht in ihr ideologisches Schema passen.

Wolfgang (nicht überprüft)

Mi. 11 Mär 2015 - 16:34

Die Angst der Gegenseite ist enorm. Aber Bange machen gilt nicht!! Denn Atheisten sind auch Menschen, sie denken!

Susanne Thiele (nicht überprüft)

Do. 12 Mär 2015 - 09:50

Schön das ihr wieder da seid, bleibt wie ihr seid, danke an den Sponsoren.

Pavlovic (nicht überprüft)

Do. 12 Mär 2015 - 14:07

Man muß direkt sagen: wie schön! heißt es doch nichts weniger als dass wir "würdig" für einen Angriff erscheinen. Das kann nur bedeuten, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Und - es zeigt wes Natur die Angreifer sind. Von der Überzeugungskraft durch Argumentation eben echte Zwerge. Sonst würde man uns argumentativ begegnen.

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