Peter Kurz

Der Autor hat viele Jahre als Redakteur in der Nachrichtenredaktion einer Tageszeitung gearbeitet. Er ist ausgebildeter Jurist mit beiden Staatsexamen. 

Artikel des Autoren

Matthias Katsch im Gespräch mit Stephan Ackermann

Betroffene seit 15 Jahren nicht ausreichend informiert:

Sexueller Missbrauch zählt als Arbeitsunfall

Seit Jahren streiten Menschen, die in kirchlichem Umfeld sexualisierte Gewalt erlebt haben, erbittert und oftmals erfolglos um Schadensersatz. Doch ein anderer Weg, zu einer Entschädigung für erlittenes Unrecht zu kommen, ist kaum bekannt: eine Leistung aus der gesetzlichen Unfallversicherung, insbesondere eine Verletztenrente. Denn der Missbrauch, so zynisch es klingen mag, kann auch als Arbeitsunfall gewertet werden. Betroffenen-Verbände werfen den Kirchen vor, entsprechende Informationen und Hilfestellung für Missbrauchsopfer zurückgehalten zu haben. Auch die Missbrauchsbeauftragte der Bundesregierung findet kritische Worte.

Shikiba Babori

Shikiba Babori beim Düsseldorfer Aufklärungsdienst

Verraten und verkauft – die Situation der Frauen in Afghanistan

Der Gaza-Krieg hat eine Zeitlang den Ukraine-Krieg überlagert. Dann folgte die gewaltsame US-Intervention in Venezuela. Und nun verdrängt auch noch der Iran-Krieg die anderen Katastrophen aus den Schlagzeilen. Noch weiter zurückliegende menschengemachte Desaster, die Millionen Menschen betreffen, sind längst in Vergessenheit geraten. Wie das Schicksal der afghanischen Bevölkerung, insbesondere der Frauen in dem Land. Die in Afghanistan geborene Journalistin und Autorin Shikiba Babori will dieses Vergessen nicht hinnehmen.

Neue Vorwürfe im Moskauer Prozess gegen Jacques Tilly

Verletzung religiöser Gefühle?

Der Strafprozess gegen den Düsseldorfer Bildhauer und Karnevalswagenbauer Jacques Tilly in Moskau wurde gestern fortgesetzt. Dabei stellte sich heraus, dass es offenbar nicht "nur" um eine angebliche Verunglimpfung der russischen Armee und ihres Oberbefehlshabers Wladimir Putin geht, sondern auch um den Vorwurf der Verletzung religiöser Gefühle.

Jacques Tillys Antwort auf den Einschüchterungsversuch aus Moskau

Putins Schwert gegen die Narrenpritsche des Hoppeditz

Welche satirische Antwort würde der Düsseldorfer Karnevalswagenbauer Jacques Tilly auf den Einschüchterungsversuch aus Moskau geben, wo gegen ihn ein Strafprozess läuft? Das war die große Frage vor dem diesjährigen Rosenmontag. Mit so viel Spannung und Anspannung war wohl noch nie darauf gewartet worden, welche Wagen, insbesondere mit Blick auf Russlands Präsidenten Wladimir Putin, im Düsseldorfer Rosenmontagszug fahren würden. Die Antwort sehen Sie auf dem Foto zu diesem Artikel.

Kirchenaustrittsformular

Unmut in Düsseldorf und in Kiel

Kirchenaustritt schwer gemacht

In Schleswig-Holstein und in Nordrhein-Westfalen gibt es Aufregung über den amtlichen Kirchenaustritt. In Kiel versetzt ein Video, das erklärt, wie ein Online-Kirchenaustritt funktionieren soll, die katholische und evangelische Kirche in höchste Erregung. In Düsseldorf beklagen Befürworter eines säkularen Staates, dass das dortige Amtsgericht nicht genügend Termine für Kirchenaustritte zur Verfügung stellt.

Joachim Volz, von Journalisten umringt

Heute: Demo und nächste Gerichtsinstanz wegen Abtreibungsverbot

Berufungsprozess des Gynäkologen Joachim Volz in Hamm

Wenn am heutigen Donnerstag um 12:15 Uhr vor dem Landesarbeitsgericht Hamm ein bundesweit beachteter Berufungsprozess beginnt, dann haben der Kläger und mit ihm vermutlich Tausende andere Menschen schon einen Termin hinter sich gebracht. Professor Joachim Volz hält bei einer Demonstration in der westfälischen Stadt eine Rede zu dem Verfahren, das nicht nur ihn betrifft, sondern weitreichende gesellschaftspolitische Bedeutung in Sachen Schwangerschaftsabbruch hat.

Robert Roßbruch

Jahresbilanz der Deutschen Gesellschaft für Humanes Sterben

Die Zahl der begleiteten Suizide steigt

Die Deutsche Gesellschaft für Humanes Sterben (DGHS) vermittelte im Jahr 2025 in insgesamt 898 Fällen eine Suizidhilfe. Eine neue Kampagne soll für die Selbstbestimmung am Lebensende werben.

Strafjustizgebäude Hamburg

Hamburg

Gotteslästerungs-Prozess: Verfahren eingestellt

Das Strafverfahren gegen vier Angeklagte, die sich vor dem Amtsgericht Hamburg wegen "Beschimpfung von Bekenntnissen, Religionsgesellschaften und Weltanschauungsvereinigungen" (§ 166 Strafgesetzbuch) verantworten mussten, ist nach Paragraf 153a Strafprozessordnung vorläufig eingestellt worden. Zwei der Angeklagten schieden bereits vor dem Prozess mit einer Geldauflage aus dem Verfahren aus. Die beiden verbliebenen Angeklagten stimmten in der Hauptverhandlung der Einstellung des Verfahrens gegen Zahlung von 300 Euro an eine Menschenrechtsorganisation zu.

In der Ausstellung

Ausstellung in Osnabrück: Fotografien und Texte erzählen von erlebtem Missbrauch und von dem Leben danach

Der Blick in die Augen der Betroffenen

Es sind 50 große Schwarz-Weiß-Aufnahmen, die in einer Osnabrücker Kunstgalerie hängen. Der Betrachter sieht den dargestellten Frauen und Männern in die Augen. Und liest dann die Geschichte dieser ihm bislang unbekannten Menschen. Die Geschichte von Menschen, die Opfer meist sexualisierter Gewalt geworden sind.