Kunst und Kultur

Performances for Pets - Kroot Juurak

Kunst für Hunde und Katzen

Kunst für Katz und Hund gibt es wirklich. Luzia Hürzeles Selbstportrait aus Katzenfutter verblüfft nur die menschlichen Besucher der Ausstellung "We Love Animals" im Kunstmuseum Ravensburg. Krŏŏt Juurak und Alex Balley bewegen sich in einer Performance für Hunde selbst auf allen Vieren. Programmatisch stehen Hans Baldung Griens triebgesteuerte kämpfende Wildpferde hier am Beginn von 400 Jahren künstlerischer Exploration der Tier-Mensch-Beziehung.

Werbung für den aktuellen Film am Berliner Alexanderplatz

"Nimm deine stinkenden Pfoten von mir"

Zu den Megablockbustern der Filmgeschichte zählt zweifellos "Planet der Affen" von 1968, neben Star Wars erfolgreichster Science-Fiction-Film aller Zeiten mit fünf Nachfolgefilmen (Rückkehr auf den Planet der Affen, Flucht vom Planet der Affen usw.), zwei eigenen TV-Serien, einer Comicheftserie und einem Remake von 2001: der Film schlechthin im Geiste der 68er - so zumindest wird er in Filmlexika beschrieben -, eine gesellschaftskritische Parabel par exellance. Tatsächlich war Planet der Affen alles andere als das.

Wildpferd

Die Anfänge der figurativen Kunst

Gerade wurden sie zum Weltkulturerbe erklärt: Das "Geißenklösterle", der "Vogelherd", das "Fohlenhaus". Rund ein Dutzend Höhlen der Schwäbischen Alb, in einigen unter ihnen wurden die ältesten figurativen Kunstwerke der Menschheit gefunden. Um 40.000 Jahre sind die alt. "Welt-Kult-Ur-Sprung" ist ein Führer zum Thema. Sämtliche Kunstwerke sind darin abgebildet, bis hin zu dem neuerdings geborgenen Fischchen aus Mammutknochen.

Vincent Wolfsteiner, Antonio Yang, Inga-Britt Andersson

Schauerromantik in Heidenheim an der Brenz

Geplant war die Premiere "Der fliegende Holländer" im Rittersaal auf Schloss Hellenstein. Doch ein Gewitter machte den Plan zunichte und verdonnerte die Show ins Congress Centrum nebenan. Trotz wohliger Überdachung schauerte es auf der Bühne dennoch gewaltig. Die Opernfestspiele Heidenheim haben sich in der Ära Marcus Bosch (Festspielleitung seit 2010) zu einem Event nationalen Ranges gemausert.

Dodo im Oxford museum of natural history

"An den letzten Dodo"

Die Natur besangen die Dichter erst, als sie durch die industrielle Revolution zu schwinden begann. Naturlyrik kam mit der Dampfmaschine auf, die Öko-Lyrik mit den Atomkraftwerken. Lyrik im Wissen, dass wir im Anthropozän leben, setzt sich von jenen Vorgängern durch das Fehlen von Pathos ab, durch das genaue Hinsehen. Das zeigt die Anthologie "All dies hier, Majestät, ist deins: Lyrik im Anthropozän", herausgegeben von Anja Bayer und Daniel Seel.

Kunstkälber

Einst Opfertier, heute agrarindustrielles Massenprodukt. Das Rindvieh hat in der Geschichte der Menschheit viele Rollen gespielt. Auf die verweist in multiplen Variationen die "Kalbsträgerin" der jungen serbischen Künstlerin Aleksandra Domanovič, geboren 1981 in Novi Sad, deren Ausstellung jetzt in der Bundeskunsthalle zu sehen ist.

Vom guten und gerechten Leben

Sommerzeit ist Urlaubszeit. Die einen zieht es an den Strand, die anderen in die Berge und wieder andere sind auf Städtetour. Doch welche Lektüren lohnen sich neben dem Reiseführer im Gepäck? Für Fans von Philosophie und Fakten folgen hier zehn Sachbücher, die mit interessanten Ansätzen, neuen Perspektiven und strittige Deutungen zum Nachdenken anregen und Erkenntnisgewinn bieten.

Harry Potter und seine religiösen Feinde

Viele Kinder und Jugendliche fanden ihren ersten Zugang zur Literatur über die Harry-Potter-Reihe, die gestern ihr 20. Jubiläum feierte. Doch die weltweit beliebte Geschichte von der magischen Welt hat nicht nur Fans. Insbesondere von christlich-fundamentalistischer Seite wurde die Potter-Lektüre regelmäßig angefeindet. 

Schreiben im Gegenwind

"Die Phantasie ist der Natur gewachsen, das heißt auch: Sprache ist der Natur gewachsen. Das ist die Grundüberzeugung des Dichters." Dichten bedeutet, die Phantasie der Natur zu entziffern. Genau das tut Wilhelm Lehmann in seinen neu herausgegebenen Tagebüchern. Da schimmert die Novembersonne im Morgendunst wie das rotgelbe Dotter des Wendehalses durch die dünne Schale. "Um zu wirken, wird die Wirklichkeit surrealistisch."

Screenshot aus dem Trailer zum Film.

Premiere von "Hacking Justice"

Der Dokumentarfilm mit bisher unveröffentlichten Bildern über das Leben des Gründers der Internetplattform WikiLeaks, Julian Assange, der seit 2012 in der ecuadorianischen Botschaft in London festsitzt, wird am 21. Juni 2017 um 19:30 Uhr im Kino Babylon in Berlin und damit in Deutschland erstmals gezeigt.