Gedenken

Kunstaktion wird am 24. Juni in München eröffnet

Weiße Koffer erinnern an vertriebene und ermordete Jüdinnen und Juden

Am 24. Juni startet im Münchner Stadtteil Schwabing die partizipative Gedenkinstallation "hier wohnte…" unter der Leitung des Aktionskünstlers Wolfram P. Kastner. Die Intervention im öffentlichen Raum erinnert an Münchner Jüdinnen und Juden, die während der NS-Diktatur von den Nationalsozialisten entrechtet, deportiert, beraubt und ermordet wurden.

Das Bauernkriegspanorama in Bad Frankenhausen

Vor 500 Jahren wurde Thomas Müntzer hingerichtet

"Vorbild und Projektionsfläche für spätere emanzipatorische Bewegungen"

Am 27. Mai 1525 wurde Thomas Müntzer hingerichtet, nachdem die aufständischen Bauern knapp zwei Wochen vorher bei Frankenhausen in Thüringen vom Söldnerheer der Fürsten besiegt worden waren. Anlässlich des Jahrestages ist im Alibri Verlag ein Sammelband erschienen, der Müntzers Leben und die unruhige Zeit, in der er wirkte, untersucht. Der hpd sprach mit den Herausgebern Karsten Krampitz und Albert Scharenberg.

Die Blumen an ihrem Bestimmungsort

Ein Erfahrungsbericht

Blumen nach Auschwitz

Am 8. Mai 1945 endete der Zweite Weltkrieg – Nazi-Deutschland war besiegt. Endlich. 80 Jahre später stehen vier Frauen – drei Lebenskundelehrerinnen und eine Dozentin der Humboldt-Universität – in Auschwitz. Unsere Autorin berichtet davon, wie die Frauen Blumen an einen Ort bringen, der für das absolute Grauen steht.

Nürnberg 1945

Festakt zum 80. Jahrestag der Befreiung vom Faschismus

Die Freidenkerinnen und Freidenker Ulm/Neu-Ulm e.V., die NaturFreunde Ulm, die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der AntifaschistInnen (VVN-BdA) Ulm und das Dokumentationszentrum Oberer Kuhberg (DZOK) begehen in einem Festakt heute im Ulmer Stadthaus den 80. Jahrestag der Befreiung vom Faschismus.

Verhandlungssaal der Nürnberger Prozesse, 30. September 1946

8. Mai 1945: Keine "Stunde Null"

Der Tag des Kriegsendes am 8. Mai 1945 gilt heute als "Tag der Befreiung", als Chiffre für den Beginn unserer Demokratie. Doch die "Stunde Null" ist auch Beginn des kollektiven Verdrängens und Vergessens der Verbrechen des Nationalsozialismus – und der stillschweigenden Integration der Täter in der Nachkriegszeit.

Wolfram Kastner mit dem provisorischen alternativen Straßenschild

Generalprobe für einen Edith-Jacobson-Damm in Berlin

Umbenennen!

Die "Initiative Edith Jacobson" probte am 10. April in der Bundeshauptstadt Berlin die Umbenennung des drei Kilometer langen Hindenburgdamms in Edith-Jacobson-Damm. Hierzu schrieb der Aktionskünstler Wolfram Kastner einen Text, den der hpd in voller Länge veröffentlicht.

Filmvorführung in der Stadthalle Haßfurt

Erinnerung an Karlheinz Deschner in seiner Heimatstadt

Das Kulturforum der Stadt Haßfurt hatte zur Feier von Karlheinz Deschner eingeladen und 70 Menschen kamen in die kleine Stadthalle. Deschner, Schriftsteller, Aufklärer, Provokateur, wäre am 23. Mai 2024 100 Jahre alt geworden. Und die Haßfurter freunden sich immer mehr mit dem "Außenseiter" an.

KZ-Gedenkstätte Buchenwald

Buchenwald-Gedenkfeier: Zur Ausladung von Omri Boehm

Zum 80. Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Buchenwald sollte der deutsch-israelische Philosoph Omri Boehm eine Rede halten. Jens-Christian Wagner, der Leiter der Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora, hatte Boehm zunächst eingeladen, ihn aber auf Druck der israelischen Regierung wieder ausgeladen. Der Eklat rund um Boehm wirft Fragen auf und überschattet die Feierlichkeiten.

FC Bayern München

Freidenkerinnen und Freidenker Ulm/Neu-Ulm

Gedenk- und Erinnerungsarbeit im Fußball und darüber hinaus

Am 1. Februar zeigten die Fans des FC Bayern München beim Bundesliga-Heimspiel gegen Holstein Kiel eine Choreographie zum Erinnerungstag im deutschen Fußball. Sie präsentierten Bilder von FC Bayern-Mitgliedern, die von den Nazis verfolgt wurden. Zwei Banner mit den Aufschriften "In Gedenken an die verfolgten FC Bayern-Mitglieder" und "Nie wieder ist jetzt!" begleiteten die Aktion. Die Fans demonstrierten damit, dass auch auf dem Fußballplatz eine Gedenk- und Erinnerungskultur existiert. Der Fußball trägt eine Verantwortung, und Gedenk- und Erinnerungsarbeit ist gerade in dieser Zeit überall notwendig.